Ein verlorenes Armband, eine geschäftige Lobby und eine Lektion in Ehrlichkeit

Sobald sich die Türen der Lobby geschlossen hatten, atmete Lena erleichtert auf und ging ins Hinterzimmer, wo ihre Kollegin Mia die Überwachungskameras im Blick behielt. Wortlos öffnete Lena ihre Schreibtischschublade und legte einen kleinen Samtbeutel hinein. Darin lag das vermisste Armband, dessen Gold im Licht glänzte. Mia starrte sie ungläubig an, als Lena erklärte, sie habe es zuvor am Schreibtisch im Futter der Handtasche der Kundin entdeckt. Als die Gästin eilig ihr Zimmer aufsuchte, befürchtete Lena, das Armband könnte herausfallen und verschwinden, und verwahrte es deshalb unauffällig.

Beide Frauen wussten, wie leicht die Situation missverstanden werden konnte. Der Umgang mit Wertsachen eines Gastes ohne Dokumentation war gefährlich, selbst bei guter Absicht. Sie kontaktierten umgehend den Leiter des Fundbüros und dokumentierten sorgfältig jedes Detail.

Das Armband wurde versiegelt, mit Datum und Uhrzeit versehen und im Hotelsafe verwahrt. Lena informierte außerdem die Hotelleitung per E-Mail und erklärte genau, wie der Gegenstand gesichert worden war, um das Eigentum des Gastes zu schützen.

Am nächsten Morgen kehrte die Gästin zurück, immer noch aufgebracht. Als die Vorgesetzte ihr das Armband überreichte und alles erklärte, wurde ihr Tonfall milder. Sie entschuldigte sich und bedankte sich beim Personal. Lena lächelte still und erinnerte sich daran, dass Integrität – mit Bedacht eingesetzt – Misstrauen in Vertrauen verwandeln und den entscheidenden Unterschied ausmachen kann.

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