Sie riss meiner Trauzeugin das Mikrofon aus der Hand. „Ich habe auch Neuigkeiten“, sagte sie. „Derek hat mir einen Heiratsantrag gemacht, und wir fliegen morgen nach Bali.“ Bali. Meine Flitterwochen. Meine Tickets. Ich sah meine Mutter lächeln. Sie hatte bei der Planung geholfen. Ich machte kein Aufhebens. Ich wartete bis zum nächsten Morgen am Flughafen. Was am Check-in-Schalter geschah, wurde dann in den Abendnachrichten…

Sie nahm den Hörer ab und tätigte ein stummes Gespräch.

Brookes Lächeln verschwand.

„Entschuldigen Sie, gnädige Frau“, sagte der Agent und legte auf. „Ihre Reservierung ist gesperrt. Ich muss einen Vorgesetzten anrufen.“

„Moment mal?“, rief Brooke scharf und empört durch das Terminal. „Was denn? Wir müssen unseren Flug erwischen!“ „Wir feiern unsere Verlobung.“

Meine Mutter beugte sich vor und presste die Lippen zusammen, als wolle sie den Agenten dafür tadeln, dass er Brookes Zeitplan missachtet hatte.

„Gibt es ein Problem?“, fragte Mama in einem süßen Ton, der vermuten ließ, dass sie Gehorsam erwartete.

Die Hände der Agentin blieben auf der Tastatur, aber ihr Blick schweifte zur Seite.

„In der Akte steht ein Vermerk“, sagte sie bedächtig. „Ich brauche Hilfe.“

Brooke lachte, was eher einem Bellen als einem Lachen klang. „Wobei soll ich denn helfen? Es ist doch nur eine Einweisung. Wir fliegen nach Bali.“

Auf dem Monitor sah ich, wie die Schultern der Agentin zitterten, als hätte sie etwas Schwerwiegenderes gehört, als sie erwartet hatte.

Sie nickte und trat dann vom Tresen zurück.

In diesem Moment näherten sich zwei TSA-Beamte.

Dann noch zwei von der anderen Straßenseite.

Dann ein Airline-Mitarbeiter im Anzug.

Und dann – weil ich nach dem Buch gefragt hatte und Dominique es mir versprochen hatte – bewegten sich die beiden FBI-Agenten, die am Abfluggate gewartet hatten, zielstrebig auf meine Schwester zu.

Selbst durch die Überwachungskameras habe ich es gesehen: den Moment, als Brooke merkte, dass sich der Raum verändert hatte.

Flughäfen sind in dieser Hinsicht echt witzig. Im einen Moment ist man noch der Star, im nächsten nur noch einer von vielen, die aufgefordert werden, Platz zu machen.

Agent Foster trat vor, sein Dienstausweis war sichtbar.

„Brooke Vance?“, fragte sie.

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