„Nur noch ein kleines bisschen“, flüsterte Inga, weniger zu sich selbst als vielmehr zu dem alten Karton mit Winterstiefeln, den sie respektvoll aus dem Schrank geholt hatte.
Ihre Lippen formten sich wie von selbst zu einem Lächeln. Es war ihr monatliches Ritual, ihr kleiner, heiliger Akt. Geld zählen tat ihr besser als jede Meditation. Sie sah nichts als Papier; sie sah die Umrisse ihres Traums: den silbernen Stadt-SUV, den Geruch seines neuen Innenraums, die Geschmeidigkeit des Lenkrads unter ihren Fingern und das Versprechen von Freiheit.
Sie stellte die Schachtel aufs Bett und strich erwartungsvoll mit der Hand über den staubigen Deckel. Normalerweise fühlte sich die Schachtel angenehm schwer an, aber heute… fühlte sich ihre Hand viel zu leicht an.
Ihr Herz hämmerte unruhig, dann schien es stillzustehen. Unsinn. Sie musste es sich eingebildet haben. Sie riss den Deckel ab. Leer. Der Boden der Schachtel, von Geldscheinstapeln poliert, starrte sie an, ein farbloses, gelbes Papppapier. Inga blinzelte. Einmal. Zweimal. Ihr wurde nicht schwarz vor Augen, ihr Kopf drehte sich nicht.
Ganz im Gegenteil: Alles um sie herum wurde unerträglich scharf und deutlich – das Muster der Tapete, ein Staubkorn, das in einem Sonnenstrahl tanzte, das Ticken der Uhr an der Wand. Der Motor in ihr, der noch vor einer Sekunde vor freudiger Erwartung gebrummt hatte, verstummte einfach.
Langsam griff sie in den Karton und fuhr mit den Fingern über den Boden. Nichts. Nur kalter, glatter Karton. Vierhunderttausend. Fast vierhunderttausend, die sie anderthalb Jahre lang gespart hatte, indem sie auf neue Kleidung verzichtete, nicht in Cafés ging und nicht in Urlaub fuhr. Sie waren einfach… verschwunden.
Sie brach nicht in Tränen aus und rannte auch nicht panisch durch die Wohnung, um irgendetwas zu suchen. Panik war fehl am Platz; stattdessen stieg eiskalte Wut in ihr auf und erstarrte. Sie schnappte sich den leeren Karton, trug ihn in die Küche und stellte ihn mitten auf den Tisch. Als Beweismittel.
Wie ein Grabstein. Dann schenkte sie sich ein Glas Wasser ein und setzte sich auf den Stuhl gegenüber. Und wartete. Sie schaute nicht auf ihre Uhr, schaute nicht auf ihr Handy. Sie saß einfach nur da, kerzengerade, und starrte auf die leere Schachtel, während draußen die Dämmerung hereinbrach.
Rumänien betrat die Wohnung gegen acht Uhr und pfiff dabei eine einfache Melodie. Er streifte seine Schuhe ab, warf seine Schlüssel auf die Küchentheke und ging in die Küche, wobei er sich schon unterhielt, bevor er dort ankam.
Die vollständige Kochanleitung finden Sie auf der nächsten Seite oder durch Klicken auf die Schaltfläche „Öffnen“ (>). Vergessen Sie nicht, den Beitrag mit Ihren Freunden auf Facebook zu teilen.
For complete cooking steps, go to the next page or click the Open button (>), and don't forget to SHARE with your Facebook friends